Durch Zufall habe ich auf der Wired-Website einen Beitrag zu einem neuen Tiefsee-Forschungsprojekt gelesen.
In den USA wurde in der kalifornischen Bucht "Monterey Bay" vor einigen Tagen in ca. 900m Tiefe, eine Kamera zur Beobachtung der Unterwasserwelt abgesetzt. Die Aufnahmen werden auch als
Live-Stream ins Web übertragen.
Das Projekt soll ca. sechs Monate andauern.
Die Kamera erfasst einen
Bereich von ca. 2m. Ein künstlicher Köder, der zeitweise einen kurzen Lichtblitz ausstrahlt, ist auch vorhanden.
Größere KartenansichtDas ganze versprach irgendwie interessant zu sein, also mal rauf auf die Projekt-Site.
http://www.oceanrecon.org/eyeinthesea.htmDurch den Seiten-Aufruf wurde mein Windows-Mediaplayer gestartet und dann sieht man ein s/w Live-Bild.
Den Player hatte ich dann so eingestellt, dass er für die Schnupperphase immer angezeigt wird.
Immer mit einem Auge auf den Player, surfte ich dann noch etwas durchs WildWestWeb.
Nach ca. 30 Minuten tat sich etwas auf dem Player. Es kam richtig Bewegung auf ...

Links im Bild, eine Krabbenart, mittig irgend eine Fischart und darunter ein Fisch den ich als eine Art Plattfisch (Schollenartig) einstufen würde. Ein weiterer Plattfisch (rechts) gesellte sich dazu.
Innerhalb von Sekunden war richtig was los *grins*, ich konnte so gerade noch eine Hardcopy anfertigen.

Auf der o.g. Projektseite, ist auch ein Video von einem Hai und von einer bis dahin unbekannten (2m großen) Tintenfisch-Art zu sehen.
Wer also etwas Geduld und Zeit hat, sollte das Ganze mal antesten.
Während ich das Blog-Post verfasse, kam noch etwas angeschwommen, dass wie ein Aal aussah.
Was hätten die Forscher vor 50, 100 oder 500 Jahren gegeben, solche technischen Möglichkeiten zu besitzen und nutzen zu können.Wir können uns heutzutage gemütlich vom Sessel aus Dinge anschauen, die tausende Kilometer entfernt sind.
Update 12:00 Uhr: Wenn man etwas Geduld mitbringt, zeigen sich immer wieder Meerestiere.
Konnte gerade eben sehen, wie sich langsam aus der oberen, linke Bildseite ein paar lange Arme ins Bild hineinbewegten. War mal wieder eine "Riesenkrabbe" - sorry, ich bin kein Meeresbiologe. Das Ganze sah schon gespenstisch aus ...
Die Krabbe scheuchte dann einen "Plattfisch" auf, der sich im Sand eingebuddelt hatte:

Der "Plattfisch" - Größenverhältnis, der Kamerabereich umfasst ca. 2m - hat sich dann schön ins Bild gesetzt:

Bestimmt besser als ein künstlicher Aquariums-Screensaver!
Auch für Kinder eine schöne Aufgabe, sich das Treiben mal live anzuschauen.
Video zum Projektstart:
PS: Sollte mal kein Bild vorhanden sein, wird möglicherweise nur die Stromversorgung (Batterie) erneuert. Oder Moby Dick lebt ...